Berlin-Nachricht: Grunderwerbsteuer spült Milliarden in die Kassen der Länder

Magazin / Aktuelles

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Bundesländer mit der Grunderwerbsteuer 12,4 Milliarden Euro eingenommen, so das Institut für deutsche Wirtschaft (IW). 2009 waren es nur 4,9 Milliarden. Grund für die Steigerung ist aber nicht nur das hohe Gesamttransaktionsvolumen auf den Immobilienmärkten, sondern auch die wiederholten Anhebungen des Steuersatzes in den vergangenen Jahren. Zuletzt hatte Thüringen die Grunderwerbsteuer zum Jahresbeginn von fünf auf 6,5 Prozent erhöht. Vor allem für Haushalte mit kleineren und mittleren Einkommen wird der Wohneigentumserwerb dadurch stark erschwert, wie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft beklagen. Beispielsweise fordert Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, die Steuersätze einheitlich auf 3,5 Prozent zu senken, wie es bis 2006 der Fall war. FDP-Chef Christian Lindner fordert eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei Kaufpreisen von bis zu 500.000 Euro.

Deutschland gilt bei Anlegern weiter als Sicherer Hafen

hausDem „Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2017“ von EY Real Estate zufolge bewerten 96 Prozent der 135 befragten Investoren den deutschen Immobilienmarkt unabhängig von der Nutzungsart als „attraktiven“ oder „sehr attraktiven“ Investmentstandort. Verglichen mit anderen europäischen Märkten ist Deutschland für 66 Prozent „sehr attraktiv“. 98 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten für das laufende Jahr keine Zinswende. Gleichzeitig stimmen 94 Prozent der These zu, dass aufgrund des Nachfrageüberhangs und des damit verbundenen Mangels an attraktiven Assets die Preise in die Höhe getrieben werden. Zudem werden Forward Deals immer wichtiger, weshalb Projektentwicklungen verstärkt in den Fokus der Investoren rücken. Ferner wächst unter Investoren das Interesse an Büroimmobilien – 62 Prozent gaben an, sich stärker auf dieses Marktsegment zu konzentrieren. Bei Wohnimmobilien nannten die Umfrageteilnehmer Berlin als aussichtsreichsten Investitionsstandort, gefolgt von Frankfurt am Main.

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