Die Berlin-Nachricht: Berlin – Top beim seniorengerechten Wohnen

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Beliebte Ziele für Städtereisen, gefragte Standorte bei internationalen Arbeitnehmern, beste Smart Cities – in vielen Städterankings und -studien belegt Berlin einen der vorderen Plätze. Seit Kurzem macht die Stadt auch als Standort für sogenanntes nachhaltiges Wohnen von sich reden. Die Nachhaltigkeit beschränkt sich dabei nicht auf ökologische Aspekte, sondern beinhaltet auch das Bereitstellen von alters- und familiengerechtem Wohnraum sowie die entsprechende Quartiersentwicklung.

Ob eine Wohnung senioren- und familiengerecht ist, hängt vor allem davon ab, ob sie stufenlos zugänglich ist. Ein Aufzug allein reicht dafür nicht aus – um als seniorengerecht zu gelten, muss ein Bewohner seine vier Wände erreichen können, ohne Stufen überwinden zu müssen. Der Anteil solcher barrierefreien Wohnungen liegt in Berlin höher als in den übrigen Top-5-Städten. Das hat eine Studie von Immobilienscout, dem Projektentwickler Terragon und dem Beratungsunternehmen Hundt Consult ergeben. Demnach verfügen 11,5 Prozent der Wohnungen in der Hauptstadt über einen altersgerechten Aufzug, das heißt, sie sind stufenlos erreichbar. München liegt auf Platz zwei mit einem Anteil altersgerechter Wohnungen von 10,4 Prozent.

Am schlechtesten in der Gruppe der Top-5-Städte schneidet Hamburg ab: Dort sind nur 6,8 Prozent der Wohnungen barrierefrei zugänglich. Insgesamt sind mehr als 45 Prozent der Berliner Wohnungen mit einem Aufzug erreichbar. Bei vielen davon müssen die Bewohner aber von der Haustür zum Aufzug oder vom Aufzug zur Wohnungstür noch Treppen steigen. Die Wohnungen gelten in der Konsequenz nicht als barrierefrei. Trotz dem vergleichsweise guten Abschneiden der Hauptstadt ist der Bedarf an alters- gerechtem Wohnraum in Berlin bei Weitem nicht gedeckt. Der Studie zufolge müssten dazu in mehr als 10.000 Wohngebäuden Aufzüge nachgerüstet werden.

Die notwendigen Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 848 Millionen Euro. Das ist keine unerhebliche Summe – doch der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen in Berlin ist da. Hinzu kommt, dass die Kaufkraft der Generation 50plus in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Wohnungen, die mit einem altersgerechten Aufzug ausgestattet und für die in der Folge auch etwas höhere Mieten beziehungsweise Kaufpreise zu zahlen sind, werden also in den kommenden Jahren auf eine stetig steigende Nachfrage stoßen.

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