Die Berlin-Nachricht: Investoren setzen auf Berlin

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Der Leerstand am Berliner Wohnungsmarkt hat den tiefsten Stand seit 1997 erreicht. Von 2008 zu 2009 ist die Quote nach Angaben des Verbands der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) um zehn Prozent auf 3,5 Prozent gesunken. Zunehmend zeige sich diese Entwicklung auch in Bezirken und Bezirksteilen mit einem bislang höheren Leerstand. So ist dieser gerade in Wedding, Marzahn und Hohenschönhausen am deutlichsten gesunken. Während der Leerstand in Marzahn mit 5,8 Prozent und in Hellersdorf mit 8,1 Prozent dennoch weiterhin am höchsten ist, unterschreiten die Innenstadtlagen Prenzlauer Berg (1,5 Prozent), Wilmersdorf (1,6 Prozent) sowie Steglitz, Mitte und Charlottenburg (jeweils 1,9 Prozent) sogar die sogenannte Fluktuati-onsreserve von zwei Prozent.

Die Leerstandsentwicklung spiegelt zwar die hohe Attraktivität Berlins wieder, ist aber auch ein Indikator für die Angebotssituation auf dem Wohnungsmarkt. Eine Wohnraumverknappung bleibt nicht ohne Auswirkung auf das Mietpreisniveau. So sind die Nettokaltmieten am Berliner Wohnungsmarkt 2009 gegenüber 2008 um durchschnittlich 2,6 Prozent gestiegen. Und obschon sich das Wachstum um gut 16 Prozent abgeschwächt hat, ist Berlin für Investoren der attraktivste deutsche Wohnimmobilienmarkt.

In einer Umfrage der Dr. ZitelmannPB. GmbH unter 48 deutschlandweit tätigen Investoren und Wohnimmobilienexperten erhielt Berlin auf einer Skala von 1 (sehr attraktiv) bis 6 (sehr unattraktiv) die Gesamtnote 1,7. Damit liegt Berlin noch vor Hamburg (1,8) und München (2,1). 93 Prozent der Befragten halten den Berliner Markt für sehr attraktiv oder attraktiv. Für die nächsten 24 Monate erwarten 47 der 48 Befragten leicht bis stark steigende Wohnungsmieten in Berlin. Mit leicht bis stark steigenden Kaufpreisen rechnen über 85 Prozent. Der Leerstand wird nach Ansicht von knapp 88 Prozent abnehmen, wobei die Mehrheit von leicht sinkenden Leerständen ausgeht.
Der Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin belegt das Interesse der Investoren. Bis auf den Teilmarkt der Mietwohnhäuser war der Berliner Immobilienmarkt 2009 von Umsatzrückgängen gekennzeichnet. Die Investitionen in Mietwohnhäuser nahmen im vierten Quartal 2009 so stark zu, dass der Umsatz auf Jahressicht um 27 Prozent stieg. Die Zahl der Kauffälle erhöhte sich um vier Prozent, der Flächenumsatz um zwölf Prozent.

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