Berliner Immobilienmarkt auf der Überholspur

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Immobilien in Berlin sind so gefragt wie nie. Insgesamt 18,1 Milliarden Euro gaben Käufer im Jahr 2015 für Häuser und Grundstücke aus. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ermittelte eine Steigerung um 35 Prozent gegenüber 2014. Auch die Gesamtfläche der verkauften Grundstücksfläche stieg um den Rekordwert von elf Prozent. Deutlich gestiegen ist der Umsatz bei Bauland mit mehr als 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das wirkt sich auf die Bodenrichtwerte aus. Für Grundstücke in der stark nachgefragten offenen Bauweise wurden die Bodenrichtwerte in diesem Jahr bereits um durchschnittlich 20 Prozent angehoben. In einigen Lagen im Südwesten waren es sogar bis zu 50 Prozent.

Starke Nachfrage nach Bauland belastet das Land
Nicht nur private Kaufinteressenten für Grundstücke sind von den steigenden Preisen betroffen. Das Land Berlin muss mit erhöhten Kosten rechnen, weil die Bodenrichtwerte auch für Grundstücke gestiegen sind, die sich für den Geschosswohnungsbau eignen. Ein teurer Schlag für das Neubauprogramm von insgesamt 60.000 Wohnungen, das Berlin gemeinsam mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften umsetzen will. Baustaatssekretär Engelbert Lütke Dalrup (SPD) sieht die Entwicklung in der weiteren Aktivierung von Bauland dennoch positiv. Das Jahr 2015 sei mit mehr als 22.000 baugenehmigten Wohnungen sehr erfolgreich gewesen und setze sich auch in diesem Jahr fort.

Nachfrage nach Eigentumswohnungen befeuert Umwandlungen
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Berlin ist nach wie vor größer als das langsam wachsende Angebot. Daher werden immer mehr Mietwohnungen in lukrative Eigentumswohnungen umgewandelt. Um dem etwas entgegenzusetzen, wurden vom Berliner Senat Milieuschutzgebiete ausgewiesen, die eine Umwandlung verhindern sollen. In den beliebten Bezirken Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg ist die Zahl der Umwandlungen allerdings deutlich stärker gestiegen als in anderen Bezirken, obwohl es dort die meisten Milieuschutzgebiete gibt. In Prenzlauer Berg hat sich die Zahl der Umwandlungen im Vergleich zu 2014 sogar verdoppelt und stieg auf 3.179 Fälle. Damit scheinen die Milieuschutzgebiete diesen Trend nicht stoppen zu können.

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