Clevere Investments in der Post-Corona-Zeit

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Jürgen Michael Schick, FRICS

Miethausmarkt bleibt stabil, starkes Wachstum in Mitteldeutschland

Investoren prüfen derzeit besonders intensiv, in welchen Märkten sie in Zukunft Immobilien erwerben wollen. Dabei sind Wohninvestments aller Voraussicht die Gewinner der Corona-Krise. Doch welche Märkte sind besonders attraktiv? Berlin rangiert im Vergleich der Top-7-Städte mit einem Transaktionsvolumen von 4,9 Milliarden Euro weit vor allen anderen deutschen Großstädten. Der Zinshausmarkt in München liegt beim Transaktionsvolumen bei 43 Prozent des Berliner Umsatzes. In Hamburg sind es im Vergleich mit der deutschen Hauptstadt 39 Prozent. Danach folgen Frankfurt am Main mit 29 und Köln mit 23 Prozent. Stuttgart liegt abgeschlagen bei 8,5 Prozent des Berliner Transaktionsvolumens.

Grafik 1

Mitteldeutschland boomt

Besonders starkes Investoreninteresse haben im zurückliegenden Immobilienjahr die mitteldeutschen Städte erfahren. Ich gehe davon aus, dass das auch in Zukunft so sein wird beziehungsweise die Nachfrage dort noch weiter steigen wird. Wir haben das als Maklerhaus selbst intensiv erlebt und können die amtlichen Zahlen durch den eigenen Track-Record gut nachvollziehen. Die beiden großen Hotspots heißen auch weiterhin Leipzig und Dresden. Während in Dresden der Umsatz mit Zinshäusern 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 18,8 Prozent zurückging, ist er in Leipzig noch einmal um 14,4 Prozent angestiegen. Ein Rückgang des Transaktionsvolumens lässt sich in vielen deutschen Städten verzeichnen. Der Markt verfügt häufig schlicht nicht über ein ausreichendes Angebot. Auch in Berlin sind die Immobilienumsätze mit Zinshäusern 2019 um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Als Spezifikum kommt dort natürlich die kontroverse Diskussion um den Berliner Mietendeckel hinzu.

In Ostdeutschland sind dagegen an sieben wichtigen Immobilienstandorten die Transaktionsvolumina im zweistelligen Bereich angestiegen. In Magdeburg (+31,7 Prozent), Jena (+29,5 Prozent) und Chemnitz (+25,0 Prozent) war das Umsatzwachstum besonders deutlich. Ebenso in Halle (+16 Prozent) und Schwerin (+12 Prozent). Im kleinen Markt Dessau hat sich das Transaktionsvolumen sogar um 92 Prozent erhöht.

Grafik 2In der Post-Corona-Zeit werden Investoren noch sensibler nach wachstumsstarken Märkten Ausschau halten. Mitteldeutschland gehört aus meiner Sicht als Ergänzung zu den Investments in den großen Metropolen auch in der Zukunft mit dazu. Die Standorte dort sind besonders fungibel. Angesichts von 400 Kauffällen im Zinshausmarkt Leipzig und 325 in Dresden erstaunen die hohen Kauffallzahlen in den anderen Städten. Im Ranking der Transaktionen folgt in Mitteldeutschland Chemnitz auf dem dritten Platz mit 260 Zinshauskäufen, gefolgt von Halle mit 174 und Magdeburg mit 169 Transaktionen. In Berlin waren es im selben Zeitraum übrigens „nur“ 887 Kauffälle (-13 Prozent).

Im Durchschnitt kostet ein Zinshaus pro Quadratmeter in Dresden am meisten (2.020 EUR/m²). In Leipzig werden durchschnittlich 1.659 EUR/m² gezahlt, in Halle 1.281 EUR/m2 und in Magdeburg 1.223 EUR/m² sowie in Chemnitz 987 EUR/m².

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