Der Boom ist ungebrochen

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Dr. Rainer Zitelmann

Die Kaufpreise für Häuser und Eigentumswohnungen in Berlin steigen weiter und weiter – und manch einer fragt sich, wie lange noch. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen stiegen seit 2009 in unserer Stadt um 37,5 Prozent! Und auch die Mieten steigen stärker als sonst irgendwo. Das Maklerhaus Jones Lang LaSalle schreibt in seinem Bericht zum Berliner Wohnungsmarkt: „Im 1. Halbjahr 2012 erreichten die Mieten im Median 7,40 Euro je Quadratmeter, was auf Jahressicht einer Steigerung von rund 13 Prozent entspricht. Damit verzeichnet die Hauptstadt mit Abstand die stärkste Mietpreissteigerung aller untersuchten Städte.“ Trotz dieser erneuten Erhöhung sei ein Ende der steigenden Mieten in Berlin jedoch keineswegs in Sicht.

In der Tat: Allein seit dem Jahr 2006 ist die Zahl der Privathaushalte in Berlin um 3,4 Prozent gestiegen. Inzwischen leben über 3,5 Millionen Menschen in der Hauptstadt. Der Wanderungssaldo lag 2011 bei 40.000 Einwohnern, aber es wurden nur 3.517 Wohnungen neu gebaut. Davon entstanden übrigens nur 2.000 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Zwar gibt es überall in Berlin Projektentwicklungen im Wohnungsbau, aber es wird nur ein Bruchteil dessen neu gebaut, was eigentlich notwendig wäre. Der Grund liegt auf der Hand: Die Mieten sind in den meisten Bezirken immer noch zu gering, als dass sich Neubau lohnen würde. Großzügige staatliche Förderungen, wie es sie zur Zeit der deutschen Teilung oder nach der Wiedervereinigung gab, gibt es in Berlin nicht mehr. Eine Anpassung über den Markt kann jedoch nur in der Weise erfolgen, dass die Mieten weiter steigen.

Für die Mieter ist das natürlich keine gute Nachricht. Die Politiker erregen sich scheinheilig über steigende Mieten, aber sie sind teilweise selbst daran schuld. Die planwirtschaftliche „Energiewende“, die die deutsche Wirtschaft „nachhaltig“ umgestalten soll, wird die Energiepreise weiter dramatisch erhöhen. Die Nettokaltmiete in Berlin stieg laut der Preisdatenbank des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) seit 2005 um 8,9 Prozent, während sich im gleichen Zeitraum die Energiekosten um fast 50 Prozent erhöhten. Inzwischen machen die Nebenkosten in Berlin bereits ein Drittel der Miete aus: Durchschnittlich kostet die Warmmiete hier 7,44 Euro je Quadratmeter, davon entfallen fünf Euro auf die Kaltmiete und der Rest auf die Betriebskosten. In der Wahrnehmung der Mieter wird jedoch meist nicht zwischen den einzelnen Komponenten differenziert – sie interessiert, wie stark die Gesamtmiete steigt.

Werden auch die Kaltmieten weiter deutlich steigen? Dafür spricht neben den nach wie vor geringen Baufertigstellungen und der Zuwanderung nach Berlin auch die Entwicklung der Berliner Wirtschaft. Die Berliner Wirtschaft hat im ersten Halbjahr 2012 im bundesweiten Vergleich am stärksten zugelegt. Während das Bruttoinlandsprodukt bundesweit um 1,1 Prozent stieg, wuchs es in Berlin um 1,8 Prozent, und damit sogar stärker als im „Musterländle“ Baden-Württemberg! Es spricht also viel dafür, dass die Dynamik am Berliner Wohnimmobilienmarkt ihren Höhepunkt noch gar nicht erreicht hat.

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