Eigenheimträume verwirklichen: Der Weg zur Grunderwerbsteuer-Reform

Newsletter Posts / Beiträge

Von Swen Nicolaus, Managing Shareholder / CEO / Regional Operating Principal, Keller Williams Deutschland

Bisher hat der Staat erheblich von der Grunderwerbsteuer profitiert, die im Zuge des Immobilienbooms erhöht wurde. Statt diese jedoch als dauerhafte Einnahmequelle zu betrachten, sollten langfristige Ziele im Vordergrund stehen – die Förderung der Wohneigentumsbildung und des individuellen Vermögensaufbaus.

Wohneigentum ist von unschätzbarem Wert für die individuelle Vermögensbildung und die Vermeidung von Altersarmut. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Wohneigentumsquote weit hinter Ländern wie Norwegen und den Niederlanden zurück. Dieser Rückstand darf nicht hingenommen werden.

Der Wunsch nach Wohneigentum ist in unserer Gesellschaft groß, aber oft schwer finanzierbar. Die Hürden reichen von Krieg und Inflation bis hin zu steigenden Zinsen und Baukosten. Neben diesen Faktoren ist es aber vor allem die enorm hohe Grunderwerbsteuer, die den Erwerb von Wohneigentum erschwert.

Diese wurde von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich erhöht und hat sich zu einer bedeutende Einnahme-Option entwickelt. In fünf Bundesländern liegt sie mittlerweile bei 6,5 Prozent – ein Wert, der seit 2005 fast vervierfacht wurde (Thüringen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Saarland).

Noch gravierender ist der Mechanismus des Länderfinanzausgleichs, der die Erhöhung der Grunderwerbsteuer sogar noch begünstigt. Dies hat zu einem Wettbewerb zwischen den Bundesländern geführt, bei dem es nicht um faire Steuersätze geht, sondern um möglichst hohe Gewinne aus Immobiliengeschäften.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat Bundesfinanzminister Christian Lindner einen viel versprechenden Entwurf zur Grunderwerbsteuer vorgelegt. Dieser sieht reduzierte Steuersätze für selbstgenutztes Wohneigentum vor, möglicherweise sogar einen Steuersatz von null Prozent beim Ersterwerb. Ein solcher Schritt würde einen gesunden Wettbewerb zwischen den Bundesländern auslösen und es Familien ermöglichen, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.

Jetzt ist die Bundesregierung gefordert, diesen Vorschlag schnell und unbürokratisch umzusetzen. Die Förderung von Wohneigentum sollte nicht nur eine politische Vision sein, sondern eine konkrete Maßnahme zur Lösung der aktuellen Wohnraumproblematik und zur Vermeidung von Altersarmut. Eine Senkung der Grunderwerbsteuer ist der richtige Weg, um diese Ziele zu erreichen und gleichzeitig den Immobilienmarkt zu beleben.

Als Immobilienunternehmer und Geschäftsführer eines Maklerunternehmens bin ich gerne bereit, meine Expertise und meine Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um diesen wichtigen Schritt voranzutreiben. Lassen Sie uns gemeinsam für eine nachhaltige und faire Immobilienwirtschaft eintreten und den Menschen helfen, ihre Wohnträume zu verwirklichen und ihre finanzielle Zukunft zu sichern.

Aufgeteilter Altbau in Weddinger Kiez-Lage
Immobilienangebote
Kaufpreis: 4.800.000 EUR zzgl. 7,14 % Käuferprovision (inkl. MwSt.) Vermietbare Fläche: 1.550 m² JNKM IST: 167.000 EUR
mehr...

5. März 2024
Aufgeteilte Altbauecke unweit des Tempelhofer Felds
Immobilienangebote
Kaufpreis: 5.400.000 EUR zzgl. 7,14 % Käuferprovision (inkl. MwSt.) Vermietbare Fläche: 1.835 m² JNKM IST: 287.821 EUR Faktor: 18,7 IST
mehr...

5. März 2024
Attraktiver Altbau in Berlin-Kreuzberg
Immobilienangebote
Kaufpreis: 3.448.000 EUR zzgl. 7,14 % Käuferprovision (inkl. MwSt.) Vermietbare Fläche: 1.026 m² JNKM IST: 144.000 EUR
mehr...

5. März 2024