Kleine Wohnungen sind gefragt

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Mit derzeit etwa 3.430.000 Einwohnern ist Berlin die größte Stadt Deutschlands. Langfristig gehört sie zu den Städten, deren Einwohnerzahl weiter wachsen soll. Prognosen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gehen von einem leichten Anstieg der Bevölkerungszahl bis 2030 aus – mit einem Maximum von 3.480.000 Einwohnern im Jahr 2023.

Auch die Zahl der Privathaushalte, die maßgeblich für die Wohnraumnachfrage ist, wird weiter steigen. Mit diesem Zuwachs wird sich der Trend zu Haushaltsverkleinerungen fortsetzen. Die Zahl der Single-Haushalte erhöht sich seit mehreren Jahren nahezu ununterbrochen. Mehr als eine Million der insgesamt rund zwei Millionen Berliner Privathaushalte sind Einpersonenhaushalte. Das entspricht einem Anteil von 53 Prozent. Noch vor zehn Jahren machten die rund 850.000 Einpersonenhaushalte 46 Prozent aus.

Laut IBB Wohnungsmarktbericht sei in anderen deutschen Großstädten im Wesentlichen eine ähnliche Haushaltsentwicklung wie in Berlin zu beobachten. Auch in München, Hamburg und Köln betrage der Anteil der Einpersonenhaushalte mehr als 50 Prozent. Nach München mit 54 Prozent ist in Berlin der Anteil am höchsten. Der Zweipersonenhaushalt sei in allen vier Großstädten mit etwa gleich hohen Anteilen der zweithäufigste Haushaltstyp. Der Anteil der Haushalte mit drei und mehr Personen sei in Berlin niedriger als in den genannten Großstädten.

Der seit Jahren steigenden Anzahl an Einpersonenhaushalten steht in der Hauptstadt jedoch wenig kleiner Wohnraum gegenüber. In den vergangenen Jahren wurden laut Immobilienverband Deutschland (IVD) vorrangig große Wohnungen gebaut. Vor allem im Stadtzentrum Berlins würden kleine Wohnungen knapp. Dies gelte insbesondere für Bezirke mit vielen Single-Haushalten. Dazu zählten Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier lebten dem IVD zufolge 66 Prozent beziehungsweise 60 Prozent der Mieter allein.

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg stieg in Berlin in den vergangenen Jahren die Zahl der Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden mit vier und mehr Räumen (einschließlich Küchen). Im gleichen Zeitraum sank in der Hauptstadt hingegen die Zahl der kleineren Wohnungen.

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