Ortsteilporträt Wedding

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Wedding: Bunter Geheimtipp in Berlin-Mitte

Wer an den Berliner Bezirk Mitte denkt, dürfte das Brandenburger Tor, die Museumsinsel, die Friedrichstraße und den Gendarmenmarkt vor Augen haben. Der Bezirk Mitte besteht jedoch aus mehr als nur dem geschichtsträchtigen Südosten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bezirks, im Nordwesten, liegt ein komplett anderer Ortsteil, der jedoch einen zweiten Blick wert ist: der Wedding.

Geschichte(n) aus dem Wedding

Der Namensgeber von Wedding war ein gewisser Rudolphus de Weddinge, ein Adliger aus dem Magdeburger Umland. Er gründete das Dorf Weddinge um 1200 in der Nähe des heutigen Nettelbeckplatzes. Im 17. Jahrhundert entstand hier ein Gutshof des gleichen Namens, der seine Spuren im Sprachgebrauch hinterlassen hat. Wenn die Bewohner des Ortsteils sagen: „Ick wohn‘ uff’m Wedding“, nehmen sie Bezug auf den Gutshof. Abgesehen von dem Hof war das Gebiet des heutigen Wedding bis zur Erweiterung Berlins im 18. Jahrhundert eine Brache. Die dortigen Wälder waren zum Großteil gerodet worden, um dem stark wachsenden Berlin dringend benötigtes Baumaterial zur Verfügung zu stellen. 1861 wurde Wedding zusammen mit dem Ortsteil Gesundbrunnen nach Berlin eingemeindet und im Zuge der Erweiterung Berlins umfassend besiedelt. In den 1970er Jahren wohnten im damaligen Bezirk Wedding vornehmlich Gastarbeiter aus der Türkei, da hier preiswerter Wohnraum entstanden war. 2001 wurde der Bezirk Wedding schließlich ein Ortsteil des Bezirks Mitte. Die multikulturelle Bevölkerung ist bis heute geblieben, ebenso der Artikel „der“, der dem Wedding vorangestellt wird. Der Wedding ist damit einer der wenigen deutschen Ortsteile mit einem Artikel und über Berlins Grenzen hinaus bekannt, was auch ein bisschen am Image des Ortsteils liegt.

Erschwingliches Wohnen im Wedding

Auch wenn die Wohnkosten im Wedding nicht mehr ganz so niedrig sind wie in den 1970er Jahren – der Ortsteil ist dennoch eines der wenigen Gebiete in Berlin, in denen innenstadtnahes Wohnen erschwinglich ist. Das ist eine Ausnahme in Mitte. Denn Berlin-Mitte ist zum Synonym für teures und mondänes Wohnen in der Innenstadt geworden. Tatsächlich finden sich in Mitte die im Schnitt höchsten Mieten in der ganzen Stadt. In der Nähe der Prachtstraße Unter den Linden werden laut Wohnmarktreport von Berlin Hyp und CBRE im Mittel 12,90 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, am Rosenthaler Platz und am Hackeschen Markt liegt die Miete mit 12,50 Euro pro Quadratmeter nur geringfügig niedriger. Für den Wedding hingegen weist der Wohnmarktreport Mieten zwischen 7,26 Euro pro Quadratmeter rund um den Schillerpark und 8,26 Euro pro Quadratmeter im Gebiet am Westhafen aus. Die Mieten liegen damit unter dem Mittelwert sowohl des Bezirks Mitte (10 Euro pro Quadratmeter) als auch Berlins (8,55 Euro pro Quadratmeter). Die niedrigsten Mieten im Wedding werden am Nauener Platz gezahlt. Hier kosten die günstigsten Wohnungen 5,38 Euro pro Quadratmeter. In der gleichen Gegend, allerdings im oberen Marktsegment, finden sich Mietpreise von bis zu 16,09 Euro pro Quadratmeter, die über dem Berliner Mittel von 15,05 Euro pro Quadratmeter in diesem Segment liegen. Sie erreichen fast das Bezirksmittel von Berlin-Mitte im oberen Marktsegment von 16,52 Euro pro Quadratmeter.

Betrachtet man die Wohnkosten, liegt Wedding im berlinweiten Vergleich im hinteren Drittel. Prinzipiell sind die Wohnungen hier eher klein. Im Gebiet Rehberge beträgt die Wohnfläche im Mittel nur 53 Quadratmeter, im Westhafen rund 57 Quadratmeter und am Nauener Platz und am Schillerpark nur ein bzw. zwei Quadratmeter mehr. Die durchschnittlichen Wohnkosten sind mit 575 Euro pro Monat in Rehberge und 630 Euro am Nauener Platz vergleichsweise niedrig. Der Berliner Mittelwert liegt bei 780 Euro. Die durchschnittliche Kaufkraft pro Haushalt liegt in allen Gebieten des Wedding unterhalb des Bezirksmittel-wertes (2.816 Euro pro Monat) und des Berliner Mittels (2.951 Euro pro Monat) und erreicht zwischen 2.360 Euro pro Monat am Schillerpark und 2.753 Euro pro Monat rund um den Nauener Platz. Trotzdem ist die Wohnkostenquote im Wedding moderat und liegt zwischen 22,9 Prozent am Nauener Platz und 25,3 Prozent am Schillerpark. Bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen liegt der Ortsteil Mitte mit durchschnittlich 4.993 Euro pro Quadratmeter weit über dem Berliner Durchschnitt von 3.302 Euro pro Quadratmeter. Im Wedding sind Eigentumswohnungen mit einem Durchschnittspreis von 1.800 Euro pro Quadratmeter weitaus günstiger zu haben.

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