Verzögerungen bei der Baufertigstellung von Berliner Wohnungen

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Obwohl die Neubautätigkeit in den vergangenen Jahren spürbar angestiegen ist, kommt es in Berlin zu deutlichen Verzögerungen bei der Baufertigstellung. Zu diesem Schluss kam eine Studie des Research-Unternehmens bulwiengesa im Auftrag des BFW-Landesverbands Berlin/Brandenburg. Damit liegt die Zahl der Baufertigstellungen in der Hauptstadt seit 2008 deutlich unter der Anzahl der erteilten Genehmigungen. Der entsprechende Quotient beträgt lediglich 54 Prozent. Der Hauptgrund liegt der Studie zufolge in langwierigen Bebauungsplanverfahren sowie weiteren regulatorischen Prozessen. Den Bebauungsplänen, die 2017 festgesetzt wurden, gingen Laufzeiten von im Durchschnitt 12 Jahren voraus. Der Verzögerungseffekt durch den Handel mit Grundstücken, für die es Baugenehmigungen gibt, falle dagegen deutlich weniger ins Gewicht. Diese Verzögerungen bei der Baufertigstellung sind in Berlin und im gesamten Bundesgebiet umso problematischer, weil auch die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen zurückgeht. Im Jahr 2017 sank der Wert um 7,3 Prozent. Zudem zeigt die Studie ein Verhältnis zwischen Miet- und Eigentumswohnungen und Neubauwohnungen in Berlin von 70 zu 30. Während in der Innenstadt anteilig mehr Eigentumswohnungen entstehen, werden am Stadtrand vor allem Mieteinheiten entwickelt. 19 Prozent aller Mietwohnungen entstehen dabei im preisgebundenen Segment.

Der BFW Berlin/Brandenburg zeigte sich aufgrund der Studienergebnisse alarmiert und forderte von der Politik umfassende Maßnahmen für eine Beschleunigung des Wohnungsneubaus.

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