Wohnungen überholen Zinshäuser

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Drei Prozent mehr Kauffälle als im Vorjahr, eine Steigerung des Flächenumsatzes um vier Prozent und ein um 15 Prozent höherer Geldumsatz: Die Ergebnisse des Grundstücksmarktbericht 2012/2013 des Berliner Gutachterausschusses für Grundstückswerte zeichnen ein äußerst positives Bild. Betrachtet man jedoch die einzelnen Segmente, zeigt sich: Der Markt für Zinshäuser und der für Eigentumswohnungen haben sich 2012 sehr unterschiedlich entwickelt.

Rückgang bei Zinshäusern

Die Anzahl der verkauften Zinshäuser – im Grundstücksmarktbericht „Mietwohnhäuser ohne gewerblich genutzte Flächen“ – ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Während 2011 noch 994 Objekte den Eigentümer wechselten, waren es 2012 lediglich 730. Das entspricht einem Rückgang von rund 27 Prozent. Dieser ist zum überwiegenden Teil auf eine geringere Anzahl an Paketverkäufen zurückzuführen. Der Grund für diese Entwicklung ist, dass das Angebot in diesem Bereich deutlich hinter der Nachfrage zurück bleibt. Kaum ein Produkt ist derzeit so gefragt wie Berliner Zinshäuser. Bei Mehrparteienhäusern mit Gewerbeeinheit hingegen stieg die Zahl der Verkäufe 2012 um drei Prozent. Hier verdoppelte sich die Anzahl der Paketverkäufe.

Eigentumswohnungen hoch im Kurs

Anzahl der verkauften ETW u. Zinshäuser Berlin 2009 bis 2012

Im Bereich der Eigentumswohnungen beobachteten die Marktexperten ein weiteres Spitzenjahr: Mit mehr als 25.800 veräußerten Einheiten im Jahr 2012 konnte die Anzahl der Kauffälle im Vergleich zu 2011 um sechs Prozent gesteigert werden. Der Geldumsatz nahm sogar um 17 Prozent zu.

Wo eine hohe Nachfrage besteht, lässt das ent-sprechende Angebot häufig nicht auf sich warten: Im vergangenen Jahr wurden in der Bundeshauptstadt über 10.800 Eigentums-wohnungen neu begründet – eine Zunahme um rund 39 Prozent. Diese Zahl setzt sich aus den neu errichteten, den zu errichtenden und den umgewandelten Einheiten zusammen. Neu gebaut wurden 2012 rund 3.500 Wohnungen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutlicher nach oben geklettert ist die Anzahl der umgewandelten Wohnungen: Mit mehr als 7.200 Einheiten wurden 2012 rund 53 Prozent mehr Berliner Mietwohnungen in Wohneigentum umgewandelt als 2011.

2013: Wohnungen bauen Vorsprung aus

Die Prognose des Gutachterausschusses für das Jahr 2013 bestätigt den Trend: Während der Umsatz im Bereich der Zinshäuser voraussichtlich um weitere zehn Prozent abnimmt, wird beim Wohnungs- und Teileigentum eine Umsatzsteigerung von 24 Prozent erwartet

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