Energetische Sanierung – warum sie Sinn macht

Guides / Eigentümer

Die momentane Energiekrise und die damit einhergehende verstärkte Sensibilisierung für den Klimaschutz schlägt sich auch im Immobiliensektor nieder. Schließlich strebt die Bundesregierung im Rahmen der Agenda 2030 einen klimaneutralen Gebäudebestand an. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es vor allem, die Treibhausgasemissionen zu senken. Denn es sind insbesondere Wohnhäuser, die mit 63 Prozent einen hohen Anteil daran haben. Was also können Eigentümer und Investoren tun, um den Energiebedarf ihres Mehrfamilienhauses zu senken?

Welche Maßnahmen gibt es?

Um eine Immobilie energetisch fit zu machen und ihren Energieverbrauch maßgeblich zu senken, gibt es verschiedene Maßnahmen. Welche für Ihr Gebäude sinnvoll sind, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Eventuell hat auch der Vorbesitzer schon etwas davon durchgeführt. Zu den möglichen Maßnahmen gehören:

  • Einbau einer neuen, modernen Heizung
  • Austausch von alten, undichten Fenstern und Türen
  • Integration einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Wärmedämmung: Außenwände, Dach, Kellerdecke
  • Stromgewinnung durch eine Photovoltaikanlage

Bin ich verpflichtet, energetisch effiziente Maßnahmen durchzuführen? Gibt es eine Sanierungspflicht?

Wenn Sie Bestandsimmobilien erwerben, sind Sie verpflichtet, diese energetisch zu sanieren. Dies gilt vor allem für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf muss dieser Pflicht nachgekommen werden. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt fest, was hier zu tun ist. Dazu gehört etwa der Austausch des alten Heizungssystems, da viele Öl- und Gasheizungen nach 30 Jahren nicht mehr betrieben werden dürfen. Zudem beinhaltet die Sanierungspflicht, dass Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie die oberste Geschossdecke oder das Dach gedämmt werden müssen.

Besitzen Sie bereits Altbauten, müssen diese nicht umfassend saniert werden. Allerdings gibt es im GEG Nachrüst- und Austauschpflichten, die beachtet werden müssen. Wenn Unsicherheit besteht, was Sie als Investor und Eigentümer tun müssen und was nicht, lassen Sie sich von den Investment-Profis von Michael Schick Immobilien beraten. Auch, ob Sie in Ihrem individuellen Fall Anspruch auf Fördermittel und Zuschüsse haben, können wir Ihnen beantworten.

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Steigere ich mit den Maßnahmen den Wert?

Mit einer energetischen Sanierung wird der Energieverbrauch entscheidend gesenkt und somit die Umwelt entlastet. Eingespart werden können bis zu einem Drittel der Energiekosten. Ein gedämmtes Dach sowie der Austausch von alten Fenstern bringen jeweils circa 15 Prozent weniger, eine Dämmung der Außenwände etwa 25 Prozent. Vom Verkäufer vorgenommene Maßnahmen zur energetischen Sanierung schützen nicht nur die Umwelt, sondern steigern auch den Wert der Immobilie. Der höhere Kaufpreis wird in Kauf genommen, schließlich muss der Käufer die Sanierungsmaßnahmen nicht mehr selbst durchführen.

Doch bevor Sie anfangen, zu dämmen und auszutauschen: Fragen Sie einen Energieberater sowie einen Immobilienprofi, was sich in Ihrem individuellen Fall lohnt und wie sich die Maßnahmen im Endeffekt auf den Wert auswirken.

Sie möchten wissen, welche energetischen Sanierungsmaßnahmen den Wert Ihrer Immobilie wie beeinflussen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © marpalusz/ Depositphotos.com

 

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